Dissertationsprojekt Sven Jäger, M.A.

Frühe Alamannen zwischen Rhein, Neckar und Enz

Aktuelles

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29. November 2013

Abschluss:
Nachdem ich die Gelegenheit wahrnehmen konnte, für 5 Wochen an einer Ausgrabung in Pforzheim teilzunehmen (durchgeführt durch die archäologischen Denkmalpflege im Regierungspräsidium Karlruhe) ist es nun endlich soweit. Am Freitag, den 29.11.2013 konnte ich nach einem harten, sehr intensiven Endspurt die Dissertation abschließen und beim Prüfungsamt sowie meinen beiden Prüfern, Herrn Prof. Dr. Thomas Meier und Herrn Prof. Dr. Reinhard Stupperich, einreichen. Ohne die Hilfe von Herrn Christian Seitz M.A., welcher mich maßgeblich bei den Layoutarbeiten mit LateX unterstützt hat, sowie ohne die Hilfe des Copy-Quick-Teams (vielen Dank Maray und Peter!), welches zwei Tage am Gelingen des Drucks gearbeitet haben, wären die Qualität des Textaufbaus und der zügige Abschluss nicht möglich gewesen. Darum an dieser Stelle ein herzlicher Dank an all die fleißigen Helfer!!

Ich kann es selbst kaum realisieren, doch nun liegt das Werk da, geballt auf hunderten Seiten. Nach den nun beinahe 4 Jahren Arbeit bin ich zwar etwas traurig, doch auch überaus erleichtert und sehr stolz, dass ich die große, entbehrungsreiche Aufgabe bewältigen konnte. Nun zu einigen Infos der Arbeit: Es sind je Exemplar letztenendes ganze drei Bände aus Text, Katalog und Tafeln/Anhänge geworden (!). Zusammen sind es je Exemplar 1.505 Seiten, die insgesamt doppelseitig auf Papier gebannt 3,5 kg wiegen (inkl. CD und Pläne). Der Textband mit der Analyse und Synthese bildet mit über 750 Seiten den Großteil. Den Text schmücken über 200, in der Regel eigens angefertigte Abbildungen, Pläne und Skizzen, so dass besonders die vergleichende Arbeit durch die starke Bebilderung sehr profitiert.

Nach abgeschlossener Arbeit aber noch nicht abgeschlossener Prüfungsphase lautet allerdings nun das Motto: Abwarten auf die Korrekturergebnisse, Daumen drücken und in einigen Wochen auf zur Verteidigung bzw. Disputatio. Für mich beginnt schon jetzt ein neuer Schritt im Forschungsleben und ich hoffe, dass auch bald interessierte Leser und Kollegen das Werk in gedruckter Form in den Händen halten können, so dass die Studie auch einen Beitrag für die breite Forschung zum 3. bis 5. Jahrhundert n. Chr. in Südwestdeutschland leisten kann.

Anbei noch einige Impressionen der Arbeit:

Juli 2013
bis
Oktober 2013

Abschluss von Text, Katalog, Abbildungen und Erstkorrektur:
Viel Zeit für die Pflege der Homepage war in den vergangenen Monaten nicht vorhanden, darum seien kurz die jüngsten Entwicklungen vorgestellt. Mit den letzten Monaten konnten alle wichtigen Teile der Arbeit abgeschlossen werden. Bis Ende September wurde der letzte Satz des Fließtexts niedergeschrieben und bereits ein erster Korrekturgang beendet werden. Im Oktober begann ich mit einem zweiten Korrekturgang inkl. Kürzungen, der letztlich kommende Woche abgeschlossen sein wird. Insgesamt steht somit eine strukturierte und ausführliche Regionalarbeit von 750 Word-Seiten Fließtext mit über 2700 Fußnoten (Arbeitsstruktur vgl. Abbildung links), in deren Rahmen neue Erkentnisse insbesondere zum Übergang von provinzialrömisch-limeszeitlicher hin zur germanisch-limes-/nachlimeszeitlichen Sachkultur vorgelegt aber auch eine umfassende Materialbasis inkl. neuer Fragenkomplexe für weitere Forschungen dargeboten werden können. Der Katalog umfasst final 470 Seiten und Anhänge wie Tafeln ergeben zusammen nochmals weitere 200 Seiten. In den verbleibenden 4 Wochen wird die Arbeit gelayoutet werden, wobei der effektive Textumfang durch das Layouten nochmals drastisch sinken wird (aktuelle Vorschau ca. 500 Seiten Fließtext und 350 Seiten Katalog). In den kommenden 2 Wochen steht weiter noch ein Abschlussbericht für die Gerda Henkel Stiftung auf der To-Do-Liste und Ende November kann die Arbeit schließlich in den Druck gehen sowie beim Prüfungsamt in Heidelberg eingereicht werden. Ein abschließender Eintrag zum Projekt wird demnach Ende November/Anfang Dezember erfolgen.

Juni 2013

Zusammenfassung:
Mitte Juni waren alle Daten zur Keramik zusammengetragen. Sowohl die freigeformte Keramik von germanischer Prägung, als auch die scheibengedrehte ist bearbeitet. Die nachlimeszeitlichen "Importstücke" aus dem linksrheinischen, römischen Gebieten konnten zusammengetragen und ausgearbeitet werden, aber auch die ausgewählten limeszeitlichen Funde wurden datiert. Die Daten für die ausführliche Zusammenfassung der einzelnen Fundplätze und für die später daran anschließende Zusammenführung der Besiedlungsgeschichte des 3. bis 5. Jahrhunderts zwischen Rhein, Neckar und Enz liegen bereit. Bis Ende Juni konnten bereits die Fundplätze Babstadt und Gemmrigheim ausgewertet werden.

April 2013
bis
Juni 2013

Keramik von A bis Z:
Die vergangenen drei Monate umfassten ausschließlich Arbeiten zur Keramik, wobei hier und da noch einige bereits niedergeschriebene Passagen des Fließtextes überarbeitet und korrigiert werden konnten. Die Bearbeitung der germanisch geprägten Keramik erbrachte zahlreiche neue Informationen, die zum Teil deutlich über jene, die aus den akeramischen Kleinfunden erschlossen werden konnten, hinausgehen. Besonders bei jenen Fundplätzen, wie z.B. Gemmrigheim, die keine oder maximal nur einige wenige aussagekräftige akeramische Kleinfunde erbrachten, ermöglich die diffizile Bewertung der Keramik eine umfassende Auswertung. Die Datierungsspanne des Materials reicht von maximal bis zum Beginn der jüngeren Kaiserzeit hinab und reicht nach oben bereits bis an den Übergang vom 5. zum 6. Jahrhundert n. Chr., wobei sich hier von Fundplatz zu Fundplatz deutlich Differenzierungen erkennen lassen. Auch die kulturellen Facetten bzw. die regionalen Verbindungen, die besonders bei der freigeformten Keramikgefäßen fassbar sind, zeigen einen spannenden Facettenreichtum, der sowohl typische Ausprägungen Südwestdeutscher "frühalamannischer" Keramik zeigt, aber auch Charakteristika, die z.B.für das Rhein-Weser-Gebiet, die Region der Elbemündung, aber auch im Mittelelbe-Saale-Gebiet als typisch gelten.

März 2013

Akeramische Kleinfunde und Verlängerungsantrag:
Im Februar konnte die Bearbeitung der akeramischen Kleinfunde weitestgehend abgeschlossen werden. Der größte Teil der Fundbearbeitung steht allerdings noch bevor. Hierbei handelt es sich um die Keramik. Insbesondere die freigeformte, germanisch geprägte Keramik - es handelt sich hierbei um mehr als 5000 Scherben und mehr als 600 gezeichnete Gefäßeinheiten - verlangt eine besondere Aufmerksamkeit. Der Grund liegt darin, dass es bislang aufgrund der enormen Vielfalt der freigeformten Keramik nicht gelungen ist allgemeingültige und aussagekräftige Formengruppen zu definieren, die eine schnelle Bearbeitung nach Typen ermöglicht, wie es beispielsweise bei vehältnismäßig stark genormter römischer oder mittelalterlicher Keramik der Fall ist. Die Keramik von germanischer Prägung hingegen bedarf eine detailierte formale Einzelbewertung, bei der besonders die auftretenden Verzierungen als wichtige Faktoren für die Fundbwertung gelten.

Da der Zeitaufwand für diese Arbeiten noch weitere ein bis zwei Monate über die absehbare Föderungsdauer der Gerda Henkel Stiftung hinaus bedürfen würde, zudem noch weitere Zeit für die abschließende Auswertung benötigt wird, war es notwendig, Möglichkeiten zur weiteren Finanzierung dieser Arbeiten zu suchen. Darum wurde bereits im Februar bei der Gerda Henkel Stiftung ein Antrag auf Verlängerung der Förderungsdauer bis einschließlich September 2013 gestellt.

Verlängerung des Stipendiums:
Noch im Verlauf des März erreichte mich die Bewilligung zur des Verlängerungsantrages bis September 2013. Für diese Chance, sowie das in das Projekt und mich gesetzte Vertrauen bin ich außerordendlich dankbar. Die Bewilligung ist eine überaus starke Motivation für die kommenden sehr arbeitsreichen Wochen und Monate.

Januar 2013
&
Februar 2013

Der Fließtext:
Nachdem Im Oktober 2012 die Arbeiten an Katalog, Tafeln und Anhängen weitestgehend abgeschlossen werden konnten, begann am Übergang von Oktober zu November der nächte große Arbeitsschritt. Es gilt nun die Beobachtungen, die während der Materialarbeit gesammelt werden konnten niederzuschreiben. Noch 2012 wurden die einleitenden Kapitel verfasst, welche sowohl die natürräumlichen Gegebenheiten, eine ausführliche Erläuterung zur Auswahl des Materials, Methodik und Fragestellungen umfasst. Dabei ist sind jedoch einige Aspekte als vorläufig anzusehen, denn im Laufe der arbeit können sich noch zahlreiche neue Fragene rgeben und Methodiken bei der Materialauswertung haben das Potenziel auch hier und da geändert werden zu müssen, weshalb Teile der Einleitung sicher später nochmals in den Fokus der Schreibarbeit geraten werden.
Im Januar 2013 begann die Auswertung der dokumentierten Befunde mit germanischer Prägung. Dieser Arbeitsschtritt umfasste so z.B. Grubenhäuser, Langhäuser und Speichergebäude, aber auch Brunnen, handwerklich genutzte Strukturen, nachträgliche Einbauspuren in ehemals römische Strukturen sowie Abfallhalden. Die Baustrukturen oder Befundgenese dieser Befunde werden beleuchtet und sollen in einen größeren Kontext eingeordnet werden. So ist es wichtig, hier bestimmte Konstruktionsmerkmale von Grubenhäusern oder Langhäusern mit anderen bekannten Strukturen aus mitteleuropäischen Fundplätzen zu vergleichen, da sich hier durchaus spezifische Eigenschaften (z.B. Anzahl der Pfosten, Stellung der Pfosten etc.) herauskristallisieren können.
Januar/Februar begann mit der Fundauswertung der größte Abschnitt der Niederschrift. Diesem Abschnitt soll besondere Sorgfalt zukommen, denn es ist ein Anliegen, dass die Arbeit als eine Art Kompendium genutzt werden kann, so dass der schnelle Zugriff auf Datierungen oder etwaige regionale Bezüge des Fundgutes schnell herausgesucht werden können. Die Gefahr sich der Illusion hinzugeben, dass das Material knapp und kurz abgearbeitet werden könne, ist nicht gegeben, denn viele Ergebnisse der letzten Jahre müssen beginnend mit dem Fundmaterial nochmals beleuchtet sowie diskutiert werden. Hier ist es wichtig an der einen oder anderen Stelle mit Hilfe des neuen Materials weitere Diskussionsgrundlagen der Forschung zuzuführen. Zu Beginn steht eine kritische Auseinandersetzung mit dem akeramischen Kleinfundmaterial von germanischer Prägung.

Januar 2013

2013
!! Wir wünschen Allen einen guten Rutsch und einen tollen Start ins Jahr 2013 !!

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Oktober 2012

Vortrag, Anhang, Neufunde:
Der Monat begann mit einem Votrag im Rahmen der Jahrestagung des Vereins Archäologie in Baden e.V. in St. Leon-Rot. Die Thesen und Methoden der Arbeit sind insgesamt beim Publikum gut angekommen und der Lob hat neuen Ansporn für die kommenden Monate (Endspurt) gegeben. Anfang Oktober standen Katalog und Tafeln soweit, als sich die Gelegenheit ergab einen bislang unpublizierten Grabfund mit in die Arbeit aufzunehmen. Es handelt sich um einen Altfund, der über Umwege wieder zurück nach Neulußheim gekommen ist. Leider ist das Grab nicht mehr sicher zu verorten, allerdings ist zu vermuten, dass die Urne mit Leichenbrand und Kammresten ursprünglich aus dem alamannischen Gräberfeld nahe Altlußheim stammt und Ende des 19. Jahrhunderts geborgen wurde. Die Funde wurden dokumentiert und in den Katalog- und Tafelteil eingepflegt. An dieser Stelle einen großen Dank an den Heimatverein Neulußheim, die den Funden im neulußheimer Bahnhof eine neue Heimat geschaffen haben. Im weiteren Verlauf des Monats wurden Katalogartikel überarbeitet und vereinfacht, Tafeln leicht modifiziert, Gesamtpläne der Grabungen umgearbeitet usw. In der zweiten Monatshälfte wurde begonnen die Befundzeichnungen, die eine wichtige Stellung bei den Befunddiskussionen einnehmen, in einen eigenständigen Anhang zu setzen. Ende des Monats waren alle Bereiche weitesgehend fertig. Für den November ist u.a. die Anfertigung von hochwertigen Fundfotos des Lauffener Materials geplant. Da alle Grundlagen für die Ausformulierung der Arbeitsthesen gelegt sind, kann nun begonnen werden den Textteil anzugehen. Da der ursprüngliche Zeitplan der Arbeit durch die immens angewachsene Fundmenge nicht mehr zu halten ist, wird für die Einreichung der Dissertation nun ein Termin Mitte 2013 angestrebt.

Juli 2012
bis
September 2012

Die letzten Monate:
Die vergangenen 3 Monaten waren sehr arbeitsreich und ereignisreich, weshalb kaum Zeit bestand die Rubrik "Aktuelles" dieser Seite up to date zu halten. Ende Mai konnten Grundzüge und Ideen der Dissertation einem Fachpublikum im Rahmen der WSVA in Friedrichshafen vorgestellt werden. Im Juni und Juli wurden weitere Privatsammlung von Ehrenamtlichen Mitarbeitern des Denkmalamtes gesichtet und so konnten weitere Fundplätze, wie z.B. Fürfeld im Landkreis Heilbronn, der Arbeit hinzugefügt werden. Ganz herzlich ist an dieser stelle ein Dank an Herrn Dr. Hans Heinz Hartmann gerichtet, der nicht nur Möglichkeit gab seine Sammlung durchzuarbeiten, sondern darüber hinaus das umfangreiche Terra Sigillata Fundmaterial mit Reliefverzierung fachkundig bestimmt hat. Der Sommer wurde genutzt den Fundkatalog abzuarbeiten, sowie die grabungstechnisch ausgelegte Befunddiskussionen der weit über 300 im Katalog aufgenommenen Befunde zu verfassen. Anfang September gab es die Gelegenheit die bisherigen Ergebnisse im Rahmen der Stammtisches des Zabergäuvereins einer breiten Öffentlichkeit vorzutragen. Nach den Vorbereitungen für diesem Vortrag wurde begonnen die Tafeln zu setzen. Da der Fundplatz einer frühalamannenzeitlichen Siedlung von Lauffen am Neckar "Konsten" aufgrund des unbefriedigenden und unvollständigen Publikationsstandes noch in die Arbeit aufgenommen werden sollte, wurden zur Materialaufnahme 2 Wochen lang die Katalog- und Tafelarbeit pausiert. Dank der neuen Durchsicht konnten zahlreiche, bislang unbekannte Anpässe entdeckt und so zahlreiche neue Gefäßprofile erfasst werden. Diese zeigen z.T. frappierende Ähnlichkeiten mit den Funden aus den beiden bekannten reichen Frauengräbern, weshalb hier chronologisch relevante Aussagen über das Siedlungsmaterial gefasst werden können. Anschließend wurden die Tafelarbeiten wieder aufgenommen. Bis Anfang Oktober sind so knapp 130 Fundtafeln und knapp 500 Katalogseiten zusammengekommen.

April 2012

Ehrenamtliche, Pt. 2:
Ende April wurde ich vom Ehrenamtlichen Ulrich Peter aus dem Zabergäu eingeladen seine Funde aus Güglingen und Umgebung durchzusehen. Es fand sich eine große Menge Urmitz Keramik, aber auch eine beachtliche Menge von germanischer Keramik, die vor den Grabungsarbeiten auf dem Gewann "Steinäcker" aufgelesen werden konnten. Mit über 100 Fundnummern bereichert es das Fundaufkommen aus Güglingen wesentlich und durch Glas, Spinnwirtel und Terra Nigra nicht alleine quantitativ, sondern auch qualitativ. Auch hier: Für die Gastfreundschaft herzlichen Dank!

Fundplätze - Fundaufnahme:
Ende April konnten wir die Fundaufnahme zu den Plangrabungen komplett abschließen.

Güglingen - Keller Befund 1110:
Nachdem aus dem Keller Befund 1110 mehrere außergewöhnliche Kleinfunde und Stücke alamannischer Feinkeramik auftraten und der Keller mit den anderen älteren Kellern des Baukomplexes eine saubere chronologische Reihe erbringt entschlossen wir uns den Keller als vierten Komplex in die Reihe komplett aufgenommenener Keller aufzunehmen. Anhand der römischen Gefäßrandstücke und der datierbaren Kleinfunde soll auch hier versucht werden den Beginn dieser letzten Bauphase einzugrenzen, wie auch das Ende dieser Bauphase zu erfassen. Bisher zeichnet sich ab, dass dieser Keller in den Jahren vor 200 n. Chr. errichtet wurde und noch bis in die Zeit um 260/270 n. Chr. durch römische Funde belegt ist. Die zahlreichen germanischen Funde deuten auf eine Zeitspanne ab dem fortgeschrittenen 3. Jh. bis in die Zeit um 350 n. Chr.

Ehrenamtliche, Pt. 1:
Im April wurde uns an mehreren Tagen die Gelegenheit gegeben Fundmaterial des Ehrenamtlichen Alwin Schwarzkopf aus dem Leintal und dem Zabergäu zu begutachten. Dabei kamen mehrere bisher unbekannte Fundstellen ans Tageslicht, die das bisherige Bild erweitern. Das Funmdmaterial ist überschaubar, aber qualitativ sehr hochwertig. So fand sich darunter eine beinahe komplette Terra Nigra Flasche, Gürtelbestandteile, seltene Keramik und Schmuck. Dank dieser guten Erfahrung sind wir sehr motiviert auch mit weiteren Ehranamtlichen aus dem Arbeitsgebiet zusammenzuarbeiten und hoffen auf viele neue Funde und Siedlungen. Für die Gastfreundschaft herzlichen Dank!

Babstadt - Abschluss:
Anfang April konnte nach knapp 4-wöchiger Arbeit das Fundmaterial aus Babstadt bearbeitet werden. Dabei wurden über 300 Fundstücke aufgenommen, die das bisher gewonnene Bild aus den anderen Grabungen ergänzt. Sichtbar wurde im Verlauf der Bearbeitung, dass beinahe alle römischen Baubefunde durch mittelalterliche/neuzeitliche Aktivitäten gestört sind. Im Zusammenhang mit dem Bau des Schlösschens von Babstadt und der mittelalterlichen Töpferei wurde wohl versucht, Baumaterial aus den römischen Ruinen zu gewinnen, wovon viel mittelalterliche/neuzeitliche Funde aus den verschiedensten Schichten der Befunden zeugen. Somit lässt sich aus den Befunden, anders als in Güglingen, kaum eine chronologische Komponente für den Beginn der nachrömischen Besiedlung hiunzugewinnen, zumal eideutig früh zu datierende germanische Funde bisher fehlen. Ebenso konnten keine eindeutig nachrömischen Baubefunde dokumentiert werden.

März 2012

Stipendium - Zwischenbericht:
Um eine Verlängerung des Stipendiums der Gerda Henkel Stiftung um weitere 12 Monate verfasst werden muss, in dem der Stand der Arbeiten und der Fortschritt aufgezeigt werden soll, habe ich in den letzten Tagen einen 11-seitigen Text über die Arbeiten der letzten 12 Monate zusammengetragen. Als Fazit konnten viele neue Erkenntnisse zusammengefasst werden und somit die Wichtigkeit der Arbeit am Fundmaterial des 3. bis 5. Jh. n. Chr. im Kraichgau und den angrenzenden Regionen unterstrichen werden. Dank der Fortschritte und der neuen Erkenntnisse, die schon jetzt sichtbar sind, wird die Gerda Henkel Stiftung das Projekt für weitere 12 Monate bis einschließlich März 2013 fördern. Das Fazit des Zwischenberichtes: Die zahlreichen Funde aus den größeren Ausgrabungen des Arbeitsgebietes bereichern das bekannte Fundspektrum des 3. bis 5. Jahrhunderts um ein Vielfaches. Sie erlauben es heute, die Geschichte des Arbeitsgebiets von zwei bisher fehlenden Jahrhunderten zu füllen. Darüber hinaus ist es möglich, die gängige Forschungsmeinung in Fragen der Besiedlungsabfolge zu ergänzen und mit der differenzierten Betrachtung der Fundplätze die Meinung von Helga Schach-Dörges (Stufenweise Durchdringung mit germanischer materieller Kultur von Ost nach West) zu bestätigen. Andere Punkte geben bisher Fragen auf. Besonders das Vorkommen von neckarsuebischer Keramik, weit entfernt der bekannten Fundplätze im Neckarmündungsgebiet, wirft Fragen auf, ermöglicht es aber, eine zeitliche Tiefe zu erarbeiten, die bisher an keinem anderen Ort erfasst werden konnte. Güglingen ist der erste Fundplatz, der eine kontinuierliche Besiedlung bis in das 4. Jahrhundert hinein nahelegt, die wahrscheinlich durch eine seit dem 1. Jahrhundert in römischem Kontext bekannte, größtenteils romanisierte germanische Gruppe getragen wird. Daneben sind, wie am Fundplatz Wiesloch zu erkennen, weitere Einflüsse des 4. und besonders des 5. Jahrhundert erkennbar, die aus den elbgermanischen Gebieten zwischen Thüringen, Böhmen und Bayern das Oberrheingebiet erreichten. Letztlich ist es plausibel, dass es in den flussnahen Gebieten rechts des Rheins, anders als in den Regionen entlang des Neckars, eine kleine, aber existente romanische Bevölkerungsgruppe gab, die - durch die Gräber von Wiesloch erkennbar - bis in die Jahre nach 270 n. Chr. überdauerte. Inwiefern diese römische Restbevölkerung Anteile an der Ethnogenese der Alamannen haben ist in diesem frühen Arbeitsstadium nicht abzuschätzen. Doch zeigen die Fundplätze Güglingen und Wiesloch deutlich, dass man heute sicher ein differenziertes Bild zeichnen muss, welches abhängig ist von der geographischen Lage wie auch der verkehrsgeographischen und politischen Einbindung der Siedlungen. Daneben gilt es nun durch Indizien des bearbeiteten Materials stärker als zuvor mehrere Gruppen in Betracht zu ziehen, welche an der Herausbildung der Alamannen in der Zeit des ausgehenden 3. Jahrhunderts beteiligt waren. Legt doch das Fundmaterial in Güglingen eine gewisse Kontinuität über die Zeit des Limesfalls nahe, die wie in alten Modellen postuliert freilich nicht nur durch frühzeitig eingewanderte Gruppen aus elbgermanischen Regionen getragen worden sein muss, sondern ebenfalls plausibel durch verbliebene provinzialrömische Bevölkerungsteile und romanisierte germanische Gruppen wie die Neckarsueben.

Pforzheim - Durchsicht:
An mehreren Tagen wurde, nachdem das komplette Fundbuch der Ausgrabungen Pforzheim aus den Jahren 1989-1991 digitalisiert wurde, begonnen die in weit über 200 Kartons gesammelten Funde im Archiv in Rastatt systematisch zu durchsuchen. Als Fazit kann festgehalten werden, dass kein eindeutig als frühalamannisch zu datierendes Stück im Fundmaterial zu finden war. Auch Urmitz Keramik konnte nur in Form weniger kleiner Fragmente entdeckt werden. Was auffällt war die große Zahl an freigeformter Keramik, die provinzalrömischen Ursprungs ist und noch an spätkeltische Formtraditionen gebunden ist. Als wichtiges Abgrenzungskriterium zur alamannischen Keramik gilt die kaum vorhandene mineralische Magerung und der gleichmäßige aber harte Brand, sowie die Formen, die in der Menge auf Deckel, Teller und Töpfe begrenzt zu sein scheinen.

Denkmalamt Esslingen - Zwischenbericht:
In der zweiten Märzwoche konnte ich in Esslingen die Gelegenheit wahrnehmen, interessierten Kollegen aus der Denkmalpflege in Form einer Powerpoinpräsentation einen Überblick über die bisherigen Arbeiten an der Dissertation zu geben. Die Präsentation dauerte am Ende zwar länger als gedacht, doch die interessanten Diskussionen und Denkanstöße machten den Vortrag zu einem angeregten Dialog. Mit vielen neuen Ideen und Anregungen, aber auch Eisenfunden und dem Angebot zur Bestimmung der Relief Terra Sigillata war es ein sehr erfolgreicher Tag. Ein großer Dank an die Kollegen für den gelungenen Nachmittag!

Babstadt - Fundbearbeitung:
Wir konnten Anfang März mit der Fundbearbeitung der Grabung von Bad Rappenau-Babstadt beginnen. Die Menge an Urmitz Keramik ist schon am Anfang der Arbeit beachtlich, wenn man sie im Verhältnis zur sonstigen römischen Gebrauchskeramik betrachtet. Dagegen ist die Menge der germanisch/alamannischen Keramik überschaubar. die weiteren Arbeiten werden zeigen, wie viel Material aus der Zeit des 3. bis 5. Jh. vorhanden sein wird.

Güglingen - Museum:
Ende Februar/Anfang März konnten wir im Museum Güglingen, dank der Unterstützung des dortigen Museumleiters Herrn Enrico De Gennaro M.A., die ausgestellten Stücke, die für die Fragestellung der Dissertation wichtig sind, aufnehmen. Die zahlreichen ausgestellten Klein- und Keramikfunde konnten eingehend untersucht, gezeichnet und ihre Datierung geprüft werden. Insgesamt wurden in 2 Tagen intensiver Arbeit über 100 Funde der Spätphase des Vicus und der germanischen Folgebesiedlung in Zeichnung, Foto und Beschreibung der Datenbank hinzugefügt.
Für die geduldige, freundliche, sowie tatkräftige Unterstützung sei an dieser Stelle Herrn De Gennaro herzlich gedankt!.

Januar
&
Februar
2012

Heilbronn - Dursicht einiger Fundkomplexe:
Anfang Februar konnten im Fundarchiv der stätischen Museen in Heilbronn unter Betreuung von Frau Dr. Jacob mehrere Fundkomplexe durchgesehen werden. Besonders der Fundplatz von Neckarsulm "Napf" stand hierbei im Fokus. Der Grund: Einige Zeichnungen verschiedener, schon als urnenfelderzeitlich publizierter Funde ließen die Vermutung zu, dass es sich eventuell doch um jüngeres Material handelt. Die Durchsicht erbrachte jedoch, dass es sich tatsächlich um urnenfelderzeitliche Funde handelt. Bei der Gelegenheit wurden weiter die in Heilbronn lagernden Funde aus Bad Wimpfen, Schwaigern, Kleingartach, Grossgartach, Güglingen, Lauffen und Bad Rappenau komplett, sowie einiges aus den Grabungen von Böckingen und Heilbronn durchgeschaut. Das Ergebnis war negativ, was bedeutet, dass es keinerlei Anzeichen von frühalamannenzeitlichen Funden gab.

Klassifizierung des Fundmaterials von Gemmrigheim, Güglingen und Wiesloch:
Im Verlauf des Januars wurden alle Funde von Gemmrigheim und Güglingen bestimmt und die römischen Funde nach gängigen Kriterien klassifiziert. So wird es im weiteren Verlauf einfacher sein die Funde zu datieren. Zudem ist die Fundausgabe optimiert worden, wodurch nun Suchen nach spezifischen Schlagwörtern möglich sind und letztlich können durch Filtern der Ausgaben Mengen erfasst und statistische Aussagen getroffen werden. Anfang Februar wurde jene Arbeit für Wiesloch beendet.

Wiesloch - Fundbearbeitung für die Jahre 1989 bis 1991 beendet:
Ende Januar konnten die Arbeiten am Fundmaterial zu den Ausgrabungen Wiesloch 1989 bis 1991 abgeschlossen werden. Insgesamt sind über 300 Katalognummern und mehr als 150 Zeichnungen entstanden. Insgesamt eränzen diese Funde das Bild, welches aus den Funden von Güglingen oder Gemmrigheim gewonnen werden konnte immens.Llegt es doch eine zeitliche Staffelung nahe, in der die germanischen Einflüsse auf die materielle Kultur Wirkung hatten.

Januar 2012

2012
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November
&
Dezember
2011

Wiesloch Fundzeichnungen und Beschreibungen - neue Aushilfe:
Da wir Anfang Dezember das bisher aussortierte Fundmaterial aus Güglingen abgearbeitet haben (ausgenommen Funde im Museum Güglingen und in Esslingen lagernde Eisenfunde) begannen wir direkt mit der Bearbeitung der Funde. Da wir noch gelegentlich Hilfe brauchten, die Fundzeichnungen "in time" zu erstellen, hatten wir uns im Team entschieden mit dem Beginn am Fundplatz Wiesloch eine Aushilfe ins Boot zu holen, die gelegentlich kleine Zeichenarbeiten erledigt und damit Herrn Kahlenberg unterstützt. Bis Ende Dezember konnten wir einen guten Teil der in der Menge überschaubaren Wiesloch-Funde bearbeiten und schon erste wichtige Feststellungen treffen. So ist in Wiesloch scheibar über die Mitte des 5. Jh. hinaus eine Besiedlung zu fassen, die durch technisch abweichende freigeformte Keramik und mayenartige Drehscheibenkeramik, wie auch frühmerowingische Keramik zu fassen ist. So konnten erstmals neue Warenarten hinzugefügt werden, die nur in Wiesloch vorkommen.

Güglingen der Detailpläne ("Multiplana", Profile etc.):
Bis zum 31.12.2011 konnten alle relevanten Grabungspläne der Grabung Güglingen umgezeichnet werden. Diese Arbeiten umfassen 89 Umzeichnungen von Grundrissen/Plana und Profilen durch die Befunde. Diese Zeichnungen ermöglichen detaillierte Bewertungen von Fundsituationen. Im Fokus stehen hierbei besonders die Kellerbauten, in denen regelmäßig - zum Teil sogar erstaunlich viel - germanisch/frühalamannische Keramik vorkam. Da in Güglingen nicht nach natürlichen Schichten, sondern nach künstlichen Abträgen (Plana) ausgegraben wurde, ist es weiter durch die Profile möglich, nun die Vergessellschaftung der frühalamannischen Funde mit römischen Funden zu bewerten, wordurch es möglich ist eine Datierung zu erarbeiten und das erste Auftreten germanisch/frühalamannischer Keramik nach Möglichkeiten der modernen Archäologie in Güglingen zu bestimmen.

Arbeiten in Rastatt - Babstadt:
Die Funde aus der Grabung Babstadt konnten komplett gesichtet werden. Es gelang in einer 7-Tage Aktion insgesamt alle in Rastatt lagernden Kartons (etwas mehr als 260 Stück) durchzusehen. Dabei wurde ein neues erweitertes Fundbuch angelegt, dem direkt die Datierung des neolithisch bis neuzeitlichen Fundmaterials wie auch die ID der Lagerungsbehälter entnommen werden kann. So gelang es insegesamt 8 Kartons mit frühalamannischer Keramik und römischer Eifelware für die weitere Dokumentation auszusortieren, wie auch für zukünftige Forschungen in anderen Projekten am Grabungsplatz Babstadt eine gute Arbeitsgrundlage zu schaffen. Festzuhalten ist schon jetzt, dass das Material aus Babstadt überschaubar ist und viele Befunde durch starken mittelalterliche Eingriffe in die römisch-frühalamannischen Gruben und Keller die Befunde häufig schwer zu bewerten sind. Dennoch lässt sich sagen, dass die meisten frühalamannischen Scherben aus den römischen Kellern stammen und nur wenige im Areal außerhalb des Villenhauptgebäudes gefunden wurden.

Naturwissenschaftliche Untersuchungen:
Schlechte Neuigkeiten gab es im Dezember in puncto Durchführung von naturwiwssenschaftlichen Untersuchungen an frühalamannischer und spätantiker Keramik. Da die umfangreiche Finanzierung der Untersuchungen aktuell (Jahr 2011) weder von Seiten des Denkmalamtes noch von einer Stiftung getragen werden kann müssen diese Arbeiten vorest aufgeschoben werden. Im Jahr 2012 werden wir Anträge an verschiedene Stiftungen senden und hoffen, dass wir durch eine Förderung dieses wichtigen und wegweisenden Ansatzes zumindest im fortgeschrittenen Verlauf der Arbeit Keramikanalysen durchführen lassen können.

Oktober 2011

Pläne...Pläne...Pläne:
Seit einigen Wochen wird an der digitalen Umzeichnung der Grabungspläne Güglingen gearbeitet. Inzwischen sind schon mehrere Dutzend Pläne fertig, wobei eine eigens entwickelte Darstellungsmethode gewählt wurde, die sich nahe an den Originalplänen der Grabungen orientiert, allerdings auch schon die Mehrschichtigkeit der komplexen Befunde berücksichtigt. Anbei ist ein Beispiel hierfür zu sehen. Darauf erkennt man einen Keller in einer "Muliplana-Darstellung" im Kontext eines Gebäudekomplexes. Diese Plana-Darstellung ermöglicht das schnelle erkennen von Schittverhältnissen und Phasen ohne das der Betrachter der Publikation am Ende umfassend die Grabungsdokumentation für das Verständnis wälzen müsste.
Weiterhin konnte das komplette Fundbuch der Grabung Babstadt in einem 5-Tage Marathon in Excelform digitalisiert werden und ein vorläufiger Gesamtplan erstellt werden. Beides zusammen ermöglicht in den kommenden Wochen den Einstieg in die Arbeiten mit dem Material aus dieser Grabung.

Keramikanalyse Teil 2:
In der ersten Woche konnte nach langer Planung endlich ein vor Ort Termin bei den Funden mit Herrn Prof. Glasmacher und Frau Dr. Bauer aus der "Forschungsgruppe Thermochronologie, Archäometrie und Geochemie" an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg wahrgenommen werden. Auch wenn viele Fachkollgenen aus der Archäologie nicht ganz zu unrecht behaupten, dass frühalamannische Keramik aufgrund der groben Magerung und Machart auf einer Ebene mit der neolithischen Horgener Keramik zu nenne sei, so stieß die Keramik bei den Kollegen der Geowissenschaften auf große Sympathie. Es schein, als könne man förmlich in den Scherben lesen, warum die eine oder andere Eigenschaft in die Kermik beigefügt wurde. Da nun mit beiden möglichen Projektpartnern (Archäometrie des Denkmalamtes Thüringen und Geowissenschaften der Universität Heidelberg) Vorschläge für die Bearbeitungen durchgesprochen werden konnten ist nun ein Antrag für die finanzielle Unterstützung der Kermikanalyse auf dem Weg zum Denkmalamt Esslingen. Mit der Unterstützung könnte eine bisher noch nicht durchgeführte Analytik an hunderten Scherben durchgeführt werden und dadurch ein Quantensprung in der Bearbeitung und dem Verständnis frühalamannischer Keramik gelingen. Jetzt heißt es Daumen drücken!!

Das Team ist wieder vollzählig:
Mit dem Beginn des Monats Oktober ist das Team wieder vollzählig und jeder Projektbeteiligte kann sich wieder in vollem Umfang seinen Bereichen widmen. Dis macht sich sofort bemarkbar, denn schon kurz darauf zeichnet sich das Ende der Fundokumentation "Güglingen" ab. Wir haben die tausendste Katalogbeschreibung Güglingen erreicht und einhundert Zeichenblätter angelegt. Mitte Oktober liegen nun noch die letzten Befunde aus, darunter der "Prunkbefund". Dabei handelt es sich um einen Keller im Westen der Grabung, welcher in allen Plana römische Gebrauchskeramik mit sehr viel frühalamannischer Keramik vergesellschaftet zeigt. Darunter findet sich auch eine sogenannte "Schalenurne" mit seltener Rosettenverzierung und senkrechten Riefen die enge Bezüge zu Gebieten in der Niederelberegion zeigt. Als kleines Schmankerl hat die Schalenurne aus dem Keller ein Anpassscherben aus einem Pfosten innerhalb des ca. 70 m südwestlich liegenden Badegebäudes, weshalb hier mit guten Gründen von einer gewissen Gleichzeitigkeit gesprochen werden kann. Es bleibt also spannend!

September 2011

Osteologische Untersuchung/Bestimmung der Tierknochen:
Ende September fand eine kleine Besprechung mit der Fachspezalistin des Denkmalamtes für Tierknochenfunde, Frau Dr. Elisabeth Stephan, im Archiv der Osteologie in Rastatt statt.

Zur Freude erklärte sich Frau Dr. Stphan bereit die Knochenfunde aus den ausgewählten Gruben und Kellern in der Dienststelle Konstanz zu bearbeiten. Alsbald soll mit dem überschaubaren Material (2 Kartons) aus Gemmrigheim begonnen werden. Die umfangreichen Fundkomplexe Güglingen und Babstadt werden voraussichtlich erst im kommmenden Jahr bearbeitet, da hierfür Hilfskräfte benötigt werden.
Durch die Unterstützung von Frau Stephan ist ein großer Schritt hin zu einer vollständigen Bearbeitung des Fundmaterials getan was für das Projekt aufgrund des Mangels an Fundkomplexem im Arbeitsgebiet extrem wichtig ist. Hierfür ein großer Dank nach Konstanz!

Arbeiten in Rastatt - Güglingen (Gegenproben):
Da sich bisher mehrere Fakten erhärtet haben gilt es nun diese Beobachtung zu Prüfen. So zum Beispiel das parallele Auftreten frühalamannischer Funde und Eifelkeramik. Da letztere als Leitfossil der spätesten limeszeitlichen römischen Besiedlung rechts des Rheins darstellt ergeben sich hieraus berechtigte Fragen nach Zusammenhängen oder sogar Kontinuität. Als Gegenprobe wurden nun einige wenige Keller und Gruben in der Umgebung der bisherigen Spots ausgewählt und an drei Tagen Mitte September der Fundbestand in Rastatt geprüft. Die Probe ist gelungen, denn es gibt in den gewählten Befunden werder alamannisches Material noch gehäuft Keramik aus den Werkstätten Urmitz/Weißenthurm (Lkr. Mayen-Koblenz). Zudem war es im Zuge dieser Arbeiten möglich letzte relevante Kartons durchzuarbeiten und einige nochmals zu Sichten, um die Si9cherheit zu bekommen wirklich Alles was gefunden werden kann auch zur Bearbeitung aussortiert zu haben.

Wiesloch Museum:
Nachdem schon die Leihliste abgeglichen wurde, war es Anfang September möglich die Bestände in der Dauerausstellung des Museums Wiesloch zu Sichten und dabei gegenzuprüfen, ob dort bearbeitungsgerevante Funde liegen. Im Ergebnis kann festgehalten werden, dass einerseits dort keine bisher undokumentierten alamannisch/frühmittelalterklichen Funde ausliegen und andererseits keine Funde aus den relevanten Befunden. Allerdings bleiben die Lücken zwischen Istbestand in den Fundkisten und Sollbestand des Fundbuchs. Viele Funde sind bislang nicht auffidbar.

August
&
Juli
2011

Nach zwei Monaten viele Neuigkeiten im Projekt...

Naturwissenschaftliche Untersuchungen (Ende August):
Seitdem es positive Signale in puncto naturwissenschaftliche Untersuchungen aus dem Denkmalamt in Esslingen gibt, wird nach Institutionen gesucht, welche sich diesem Feld widmen. Kontakte zu den Geowissenschaftlern der Universität Heidelberg wie auch zum Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie,
Referat Archäometrie/Labor, in Weimar konnten geknüpft werden. Hierbei geht es einerseits um Analysen von Wandlehm des Gemmrigheimer Kalkbrennofens (welchem Angaben zur Jahreszeit und Dauer des Brandes zu entlocken sind), Untersuchungen des Brenngutes (welche Informationen über die Art des genutzten Rohstoffes geben können), Keramikanalysen an allen Fundplätzen und Thermoluminiszenzanalysen für chronologische Aspekte der handaufgebauten Keramik (vgl. Forschungsstand).

Güglingen Zeichnungen (August):
Während des gesamten August war es möglich beinahe alle 76 Din A3 Fundzeichnungsblätter zu digitalisieren und druckfertig umzusetzen. Insgesamt sind es 430 bislang Zeichnungen von Keramik und Kleinfunden die digitalisiert werden konnten. Knapp 80 sind noch zu digitalisieren. Es sind bisher knapp 50 % des gesamten Materials aus Güglingen gezeichnet und beschrieben. Damit ist noch mit derselben Menge an Funden zu rechnen, bis Güglingen als abgeschlossen betrachtet werden kann. Doch davon abgesehen sind bisher sehr viele überaus interessante Stücke zu beobachten. Vor allem die Keramik spricht von einer recht frühen Datierung in der 2. Hälfte des 3. Jahrhunderts, insofern man die Datierungen aus mitteldeutschen Gräbern heranzieht.

Arbeiten in Rastatt - Güglingen Endspurt (Ende August):
In der letzten Augustwoche konnten neue Fundkartons in Rastatt durchsucht werden. Durch das Studium der Grabungsdokumentation rückten 148 Kartons in den Fokus. Die Durchsicht erbrachte allerdings, dass es über das bislang aussortierte hinaus kaum weiter relevantes Material aus Güglingen gibt. In etwa 80 % der Kartons sind rein mittelkaiserzeitliche Formen des 2. und beginnenden 3. Jahrhunderts vertreten. Kaum Formen des mittleren
Drittels des 3. Jahrhunderts (Zeit rund um die Aufgabe des rechtsrheinischen Gebietes) und so gut wie keinerlei frühalamannische Scherben waren zu finden.Die Vermutung erhärtet sich derweil, dass es eine Kongruenz zwischen der spätmittelkaiserzeitlichen Urmitzer Keramik (Eifelware)und dem Auftreten frühalamannischer Kermik gibt. In den Kellern ohne Urmitz sind keine frühalamannsichen Fundstücke. Dagegen sind in Befunden mit Urmitz Keramik fast immer frühalamannische Funde vergesellschaftet. Eine spannende Frage im Hinblick auf eine Verbindung zwischen der Verweildauer von Romanen im rechtsrheinischen Gebiet und frühen Alamannen im 3. Jahrhundert.

Esslingen - Ortsakten Güglingen und Babstadt (Anfang August):
Anfang August war es möglich in Esslingen die Grabungsdokumentation von Güglingen durchzuarbeiten und fast alle der relevanten Befunddaten zu digitalisieren. Durch die Beschreibungen und Pläne sind neue Befunde in den Fokus gerückt, deren Fundmaterial in den kommenden Wochen durchgeschaut werden muss, um einen zügigen Fortgang der Arbeiten zu gewährleisten. Darüber hinaus konnten Themen wie naturwissenschaftliche Untersuchungen an Funden und die Untersuchung des relevanten Knochenmaterials (Osteologie) mit den
Kollegen des Denkmalamtes in Esslingen besprochen werden. Bisher sind die Feedbacks sehr positiv und mit neuer Motivation und starkem Optimismus kann auch in diese Richtung geblickt werden. Zudem steht in Aussicht, dass die Grabungsokumentation Bad Rappenau Babstadt in Esslingen digitalisiert werden kann, was die Arbeiten an diesem Fundplatz extrem verkürzen und erleichtern wird.

Ein Teil des Teams macht Sommerpause (Juli - September):
Frau Paulski wird im August für knapp 5 Wochen auf eine Ausgrabung der RGK nach Ungarn gehen. Solange werden die Beschreibungen ruhen. Herr Kahlenberg nimmt sich aus universitären und privaten Gründen zwischen Ende Juni und Anfang Oktober eine Auszeit um die wichtigsten Angelegenheiten zu klären. In der Zwischenzeit gibt es aber keinen Stillstand, denn die Funde aus dem Fundplatz Güglingen müssen digitalisiert, Befundpläne umgezeichnet, Ortsakten durchsucht und neue Funde aussortiert werden. Es ist also viel zu tun in den kommenden Wochen...

Gemmrigheim (Juli):
Bis zum Ende Juli konnten alle Beschreibungen des Fundplatzes Gemmrigheim in eine digitale Datenbank eingearbeitet werden und alle Befundzeichnungen angefertigt werden. Anfang August sind alle 284 gezeichneten Fundstücke digital vereinheitlicht und druckfertig verarbeitet. Damit ist der erste große Fundkomplex bearbeitet.

Juni 2011

Homepage online:
Seit Mitte Juni ist die Homepage nun online. Kleine Fehler sind noch erkennbar, doch im Großen und Ganzen
sind wir mit dem Ergebnis äußerst zufrieden. An dieser Stelle ist Herrn Christian Seitz ein großer Dank auszusprechen, denn ohne dessen Rat bei der Programmierung dieser Homepage wäre sicher nicht das hier
zu sehende Ergebnis zustandegekommen.

Arbeiten in Rastatt - Wiesloch Abschluss:
In Rastatt konnten am 09.06. die Sichtungsarbeiten am Material des Vicus Wiesloch beendet werden. Um tatsächlich frühalamannisches Material im Komplex der Grabung 1995 und 1996 auszuschließen wurden alle Kartons mit vermerkt handaufgebauter Keramik ausgewählt, alle Streu-/Sammelfunde, sowie eine repräsentative Stichprobe von 20 Kartons anderer Befunde. Es fand sich neben mittelkaiserzeitlich römischen Funden viel linienbandkeramische und urnenfelderzeitliche Keramik. Keramik des 4. oder 5. Jahrhudnerts n. Chr. konnte
nicht ausfindig gemacht werden.

Arbeiten in Rastatt - Babstadt Stichproben:
Nach der Sichtung Wiesloch konnten am 09.06. und 30.06. erste Stichproben aus dem Villenbefund von
Babstadt gesichtet werden. Etwa 30 der über 200 Kisten wurden ausgeliehen, wobei besonders unbenannte Fundbehälter, Streu-/Lesefunde und Kartons mit ausgewählten Stücken durchgesehen wurden. Es konnten in
aller Regelmäßigkeit, d.h. in etwa 30% aller Kisten, frühalamannenzeitliche Funde entdeckt werden, die zudem
im Detail recht vielversprechend erscheinen.

Digitalisierung der Fundzeichnungen von Gemmrigheim:
Ende Juni konnte 90% der Gemmrigheimer Funde in der Datenbank geprüft und die Beschreibungen an einen Standard angepasst werden. Zudem konnten alle bislang existierenden Fundzeichnungen aus Gemmrigheim digitalisiert werden. Die Durchsicht führte zu vielen neuen Erkenntnissen und zum Finden vieler neuer Anpässe der Keramikscherben quer duch alle Verfüllungsschichten des Kalkbrennofens. Die Arbeit hat sich gelohnt und Ende Juli sind voraussichtlich alle Datenbank- und Zeichnungskorrekturen abgeschlossen und damit ist der erste Fundplatz komplett.

Mai 2011

Homepage:
Ende Mai steht die Homepage in weiten Teilen und die Domain www.alamannen-projekt.de wurde gebucht. Erste Vereinbarungen zu den Bild- und Linkrechten sind eingetroffen, andere stehen leider noch aus. Darum wird die Seite Anfang Juni vorerst in Teilen online gehen können. Wir hoffen aber, dass spätestens Mitte Juni die letzten Vereinbarungen unterschrieben sind.

Arbeiten am Material Güglingen:

Die Arbeiten laufen zügig weiter. Bis Ende Mai konnten knapp 33 % des vorliegenden Fundmaterials bearbeitet werden. Wir haben uns entschieden die römische Keramik in einer zweiten Datenbank inkl. Umzeichnung zu erfassen, um eine Art Typenreihe aufzubauen. Da die römische Keramik aus den ausgewählten, exemplarisch komplett aufzunehmenden Befunden primär als Stütze der Datierungen dienen soll, kann hierdurch später eine schnellere Auffindung und eine einfachere Auswertung ermöglicht werden, sowie bei der Aufnahme Zeit gespart werden.

Ausgrabungspläne digitalisieren:

Ende Mai konnte der Katasterplan im Wieslocher Grabungsplan nachgetragen werden. Der Plan ist nun für die Ausgrabungen 1989 bis 1991 fertiggestellt.

Ausleihe Wiesloch und Babstadt:

Für Anfang Juni wurden weitere Kartons in Rastatt zur Durchsicht bestellt. Es sollen alle, in der Fundliste gekennzeichneten vorgeschichtlichen Keramikfunde aus der Wiesloch Grabung 1995/1996 vorsichtshalber durchgesehen werden, um ausschließen zu können, dass sich entgegen aller Angaben nicht doch frühalamannisches Material darin verbirgt. Zudem wurden ca. 25 der knapp 300 Kisten zur Grabung Babstadt bestellt, damit hier stichprobenartig über den Fundbestand geschaut werden kann.

Rastatt Wiesloch 1989-1991 Abschluss:

Am 13. und 14. Mai konnten in Rastatt die letzten, bislang nicht durchgesehenen Kisten der Grabung Wiesloch 1989 bis 1991 durchgesehen werden. Es fanden sich einige weitere relevante Stücke und die Listen füllen sich nun beinahe lückenlos. Bislang konnten die meisten Kleinfunde zwar noch nicht entdeckt werden, doch ist stark anzunehmen, dass einige in der Dauerausstellung des Museums in Wiesloch ausgestellt sind. Auch wenn das fundmaterial nun komplett besiammen ist wird sich durch die Lagerung an verschiedenen Plätzen die Bearbeitung verzögern.

Gemmrigheim:

Die Excel-Tabelle mit den katalogisierten Funden aus Gemmrigheim konnte Anfang Mai fertiggestellt werden. Sie ist inhaltlich kompatibel mit der Access-Datenbank und kann somit ohne umwege importiert werden. Nun gilt es die Funde bis Ende Juni nocheinmal durchzugehen, um letzte kleine Unstimmigkeiten zu bannen.

April 2011

Arbeiten in Rastatt die 2. (Wiesloch):
Anfang April konnten in Rastatt die Arbeiten am Fundmaterial von Wiesloch weitergeführt werden. Noch sind einige Funde nicht gefunden worden. Weitere 5 Tage sind einzuplanen. Bisher wurden 8 Kisten mit relevantem Material aussortiert. Einige Funde sind nach Durchsicht der Bestände im ALM Rastatt seit Mitte der 1990er Jahre im Museum Wiesloch untergebracht und auch in diesem Fall wird eine Sichtung notwendig sein.

Güglingen begonnen:
Dank der ausgereiften Datenbank und neuer Dokumentationsrichtlinien ist es möglich mit neuem Elan das Fundmaterial aus der Grabung von Güglingen anzugehen. Durch die aktuellen Möglichkeiten ist zu erwarten, dass die Aufnahme wesentlich rascher abläuft, als in Gemmrigheim. Die Zeichnungen werden nun nach provinzialrömischen Standards angelegt und direkt, ohne Vorzeichnungen, angefertigt. Die Katalogisierung erfolgt nun komplett digital, schematisiert und ohne weitreichende makroskopische Untersuchungen.

Beginn des Stipendiums und Abschied von der GDKE RLP, Außenstelle Speyer:
Seit dem Beginn der Arbeiten am Projekt arbeitete Sven Jäger parallel bei der GDKE Rheinland-Pfalz, Außenstelle Speyer im Ausgrabungsprojekt Rheingönheim/Neuhofen. Am 31. März konnten die letzten Arbeiten an der Ausgrabungsdokumentation abgeschlossen und die Grabung zu den Ortsakten gelegt werden. Mit einem wehmütigen Blick auf eine schöne Zeit der über zwei Jahre dauernden Arbeiten am Denkmalamt Speyer, aber auch hoffnungsvollen Aussichten auf die komenden Arbeiten der Dissertation, wird zum 01. April das Stipendium der Gerda Henkel Stiftung angenommen und das Arbeitsverhältnis mit der GDKE beendet. An dieser Stelle möchte ich Frau Dr. Zeeb-Lanz, Bernd Fischer und Dr. Sebastian Traunmüller einen großen Dank zukommen lassen, denn ohne die Ausgrabungen in Neuhofen und Rheingönheim und der stetigen Motivation wäre es keinesfalls möglich gewesen, die Vorarbeiten zur Dissertation im notwendigen Rahmen durchzuführen.

März 2011

Dokumentation Gemmrigheim abgeschlossen:
Das Fundmaterial aus Gemmrigheim konnte komplett bearbeitet werden. Das gesamte frühalamannisch-römische Fundmaterial stammt nach der Durchsicht aus einem römerzeitlichen Kalkbrennofen, wobei die wenigen umliegenden Befunde alle in die Urnenfelderzeit datieren. Es konnten über 400 Stücke katalogisiert und etwa 50 DIN A3 Blätter gezeichnet werden. Ziel ist es die analogen Beschreibungen bis Anfang Juni komplett in die Datenbank einzupflegen und bis Ende Juli alle Daten nochmals durchzugehen.

Datenbankerstellung mit Eingabeformular abgeschlossen:
Christian Seitz konnte in den letzten Wochen eine komplexe, MS-Access basierte, Datenbank erstellen, in welcher Fundplatz-, Befund-, Fundaten etc. erfasst und in verschiedenen Ebenen verwaltet werden können. Nächster Schritt ist es eine Ausgabe zu programmieren, um am Ende eine katalogartige Druckvorlage zu erhalten.

Ausgrabungspläne digitalisieren:

Nach über 4 Monaten Arbeit konnten die analogen Ausgrabungspläne von Wiesloch und Gemmrigheim digitalisiert werden. Über diese Pläne kann eine sinnvolle Auswahl an Befundkomplexen getroffen und systematisch bearbeitet werden. Abschließendes Ziel ist es Besiedlungsphasen zu kennzeichnen und Bereiche mit frühalamannischen Funden und Befunden hervorzuheben, sowie publikationsreife Übersichtspläne zu erstellen. Besonders der Ausgrabungsplan von Wiesloch hat bislang viel Zeit in Anspruch genommen, da weit über 100 Einzelpläne, die im Maßstab 1:20 jeweils etwa 5x10 m umfassten, gescant und umgezeichnet werden mussten. Er belohnt aber durch die hohe Qualität. Im Wiesloch-Plan fehlt noch die Übertragung des Katasterplans. Dies soll bis Anfang Juni nachgetragen werden.

Ein neues Logo:
In Zusammenarbeit mit Herrn Seitz kann Mitte März ein neues Projektlogo erstellt werden. Es symbolisiert die Unterschiedlichkeit wie auch der fließende Übergang von römischer und frühalamannischer Welt in den Jahrzehnten zwischen ausgehendem 3. und Mitte des 5. Jahrhudnerts in Süddeutschland.

Arbeiten in Rastatt (Wiesloch):

Mitte März konnten im Zentralen Fundarchiv Rastatt die Arbeiten am Fundmaterial von Wiesloch begonnen werden. Geplant sind 15 Tage Arbeit in 3 Abschnitten. Da keine digitale Grabungsdokumentation vorliegt wurde vorab eine Befundliste mit den dazugehörigen Fundnummern erstellt. Zudem wurde begonnen das gesamte Fundbuch zu digitalisieren. Es konnten zwar relevante Befunde bestimmt werden, dennoch müssen beinahe alle Kartons durchsucht werden, da durch die vorausgegangenen Arbeiten und Umsortierungen die Listen nicht mehr dem Stand der Grabungsdokumentation entsprechen. Insgesamt umfasst das Material aus Wiesloch über 200 Kartons. In den ersten 5 Tagen konnten über 100 bearbeitet und entsprechendes Material aussortiert werden.

Februar 2011

Feierlicher Abendvortrag in Flehingen:
Am 13. Februar 2011 konnten im Schloss Flehingen feierlich die Spenden für das Projekt durch die Förderstiftung Archäologie in Baden-Württemberg überreicht werden. Der Hauptsaal im Schloss Flehingen war bis zur letzten Ecke gefüllt und die Organisation ausgezeichnet. Frau Coulmann, Vorsitzende des Museumsvereins Flehingen-Sickingen e.V. führte in den Abend. Der Ortsvorstand Helmut Schmidt fand eindringliche Worte für das Wirken und die Wichtigkeit der Archäologie besonders im Kraichgau und rund um Flehingen. Danach stellte Herr Prof. Dr. Planck die Förderstiftung vor und übergab Herrn Sven Jäger im Namen der Förderstiftung feierlich einen Scheck über die bis dato eingegangene Spendensumme. Herr Prof. Meier übernahm die Vorstellung der Arbeiten von Herrn Svern Jäger und führte das Publikum zum Abendvortrag. Die Vorstellung des facettenreichen Themas "Kriegerischer Nachbar und verbündeter Handelspartner - Die Landnahme der Alamannen und ihr archäologisches Zeugnis" umfasste die Zeit zwischen ausgehendem 3. bis Mitte des 5. Jahrhunderts. Es konnten Mythen rund um die Alamannen thematisiert werden, aber auch die Problematik der Namensgebungen Alemannen und Alamannen. Zentraler Aspekt stellte aber die Archäologie dar, welche durch schöne Grabfunde und herausragende Siedlungsgrabungen repräsentiert wurde. Die großen Forschungsfragen nach Ethnogenese der Alamannen, ihr Leben und Wirken in Süddeutschalnd, ihre Verbindung zu den Römern und ihre Herkunft konnten eingehend im zweiten Teil des rund 80-minütigen Vortrages behandelt werden. Bei einem Umtrunk gab es nach dem Vortrag Gelegenheit für angeregte Diskussionen und Gespräche.
Fazit: Der Abend konnte das Interesse der Presse und vieler Zuhörer wecken und die Wichtigkeit der Erforschung der frühalamannischen Zeit zwischen Rhein, Neckar und Enz vermitteln. Der Abend war für das Auftreten des Projekts in der Öffentlichkeit ein voller Erfolg und ein wichtiger Schritt.
- Zusammenfassung des Museumsvereins Flehingen-Sickingen e.v.-

Januar 2011

Termin und Plakat für den feierlichen Abendvortrag im Schloss Flehingen:
Der Termin für die feierliche Übergabe der Spenden durch die Förderstiftung Archäologie in Baden-Württemberg mit anschließendem Abenvortrag zum Thema "Kriegerischer Nachbar und verbündeter Handelspartner - Die Landnahme der Alamannen und ihr archäologisches Zeugnis" steht fest. Er wird am 13. Februar um 19 Uhr im Schloss Flehingen stattfinden. Der Einttritt ist frei. Für die Organisation vor Ort und eine kleine Stärkung am Abend sorgt der Museumsverein Flehingen-Sickingen e.V. Die Presse ist herzlich zu diesem Termin eingeladen. Da die Sitzplätze begrenzt sind melden Sie sich bei Interesse bitte direkt beim Museumsverein Flehingen-Sickingen e.V., damit der Abend entsprechend geplant und organisiert werden kann.

Weitere Arbeiten in Rastatt (Güglingen):
Mitte Januar war es in Rastatt möglich die letzten Kartons von Güglingen zu bearbeiten. Es konnten ca. 15 Kartons aussortiert und eine umfangreiche Excel-Datenbank ausgearbeitet werden, wodurch eine systematische und befundorientierte Materialaufnahme möglich ist. So ist eine beinahe 100%ige Erfassung des bearbeitungsrelevanten römischen und des frühalamannsichen Materials machbar.

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2010

2012




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Dezember 2010

Arbeiten in Rastatt (Güglingen):
Kurz vor und zwischen den Weihnachts- und Silversterfeiertagen gilt es den Fundkomplex von Güglingen (von knapp 1000 Kartons sind rund 180 zu bearbeiten) in einer knapp 10-tägigen Arbeitssitzung durchzugehen. Die Zeit ist knapp bemessen und das Arbeitspensum sehr hoch, so dass kaum ein freier Tag in der Weihnachtszeit zu verbuchen ist. Kurz nach Weihnachten konnten dennoch rund 80% des Ziels erreicht werden.

Erste Gespräche über feierliche Übergabe der Spenden:
Anfang Dezember kam die Nachricht, dass die Förderstiftung Archäologie in Baden-Württemberg die bislang eingegangenen Spenden in einem feierlichen Akt an Herrn Sven Jäger überreichen möchte. Termin und Ort steht zur Zeit noch nicht fest.

Das vollständige Team:
Im Dezember konnten für die Arbeiten Frau Anne Paulski und Herr Christian Seitz angeworben werden. Frau Paulski wird die Katalogisierungsarbeiten des Fundmaterials übernehmen und die Funde in einer vorläufigen Form fotografieren. Herr Seitz hat die Aufgabe eine digitale Datenbank zu erstellen. Beide Teammitglieder sind durch ihre Erfahrung und ihr know-how unschätzbare Komponenten für den Erfolg des Projekts. Das Team freut sich auf die Zusammenarbeit in den kommenden Monaten.

Freudige Nachrichten:
Kurz nach einer Absage der Graduiertenförderung Heidelberg kam am 2. Dezember Post von der Gerda Henkel Stiftung. Voller Freude kann mittgeteilt werden, dass die Gerda Henkel Stiftung die Promotion fördern möchte. Vorerst für 12 Monate und nach einem Zwischenbericht für weitere 12 Monate. Herzlichen Dank!

November 2010

Abschied von Frau Grunert:
Aufgrund neuer Arbeitsmöglichkeiten verlässt Frau Grunert Ende November das Team und wechselt vom freiberuflichen Wirken in und um Heidelberg in die Denkmalpflege Tübingen. Das Team wünscht ihr in Tübingen einen guten Start in die neue denkmalpflegerische Arbeit und eine schöne Zeit.

Oktober 2010

Bewerbungen auf ein Stipendium:
Nachdem die Materialarbeiten über die Förderstiftung Archäologie zu einem guten Teil finanziert werden können war es bis Anfang Oktober das Ziel alle notwendigen Daten und Formalien zusammenzustellen, damit sich Sven Jäger auf ein Promotionsstipendium bewerben kann. Der erste Versuch gilt der renommierten Gerda Henkel Stiftung und der Graduiertenförderung der Universität Heidelberg.

Fortgeschrittene Planung der Materialarbeit:
Es beginnen die Konzeptionen zum endgültigen Aussehen der Materialdokumentation. Für Gemmrigheim entschlossen wir uns die Dokumentation exemplarisch sehr ausführlich zu machen. Die Zeichnungen sollen in der Tuscheform mit plastischen Effekten versehen werden, damit sie den freigeformten Charakter gerecht werden. Die Katalogisierung erfolgt nach Standards der makroskopischen Keramikanalyse. Dadurch verlängert sich der Bearbeitungszeitraum für Gemmrigheim stark, doch diese Arbeiten ermöglichen eine Komplettaufnahme in allen Bereichen, sowie eine naturwissenschaftliche Keramikbrarbeitung, wie sie schon Christel Bücker für den Breisgau vorgelegt hat.

September 2010

Eine neue Zeichnerin:
Aufgrund des entstandenen Personalvakuums und der voranschreitenden Zeit war es dringend notwendig temporär einen Ersatz zu finden, der die Zeichenarbeiten übernimmt. Es fand sich Frau Iris Grunert M.A., welche durch langjährige Erfahrung und mit professionellen Maßstäben Bleistiftzeichnungen anfertigen soll. Durch die Erfahrung konnte bis Ende September die entstandene Verzögerung im Zeitplan zum Teil kompensiert werden. In der zweiten Oktoberwoche wird Herr Kahlenberg das Zeichenteam unterstützen und Tuschezeichnungen anfertigen.

Abschied von Frau Ivanova:
Frau Ivanova bekam im August ihren Bachelortitel verliehen. Aufgrund ihres exzellenten Abschlusses stand es ihr offen die Universität zu wechseln und das Masterstudium zu beginnen. In der zweiten Septemberwoche verlies sie das Team. Wir wünschen Frau Ivanova alles Gute im neuen Lebens- und Studienabschnitt, sowie viel Erfolg in Berlin.

August 2010

Räumlichkeiten in Heidelberg:
In den ersten Augusttagen war es möglich in Heidelberg Räumlichkeiten am Institut für Ur- und Frühgeschichte und Vorderasiatische Archäologie zu organisieren, in denen die Funde gelagert und gezeichnet werden können. Hier sei ein großer Dank an Herrn Prof. Maran und Herrn Prof. Meier gerichtet. Die Lagerung in Heidelberg erleichtert die Arbeiten immens und macht die Arbeitszeiten flexibler, sowie spart kostenintensive Fahren nach Rastatt. Anfang August wurden ebenfalls die Funde aus Gemmrigheim nach Heidelberg gebracht.

Ende Juni 2010

Erste Zeichnungen:
Ende Juni konnten wir in Rastatt mit den Zeichenarbeiten beginnen. Frau Hristina Ivanova, Bacherlorstudentin des Instituts für Klassische Archäologie, konnte für diese Arbeiten gewonnen werden und wird sie voraussichtlich bis Ende des Jahres für den Fundplatz Gemmrigheim durchführen. Ihre Aufgabe ist es vorerst Bleistiftzeichnungen und erste systematische Katalogisierungsarbeiten in analoger Form anzufertigen. Eine digitale Datenbank wird voraussichtlich erst im Winter 2010/2011 finanzierbar sein.

Anfang Juni 2010

Vereinbarung mit dem Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg:
Die Vereinbarung mit dem Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg konnte schon im Mai schriftlich festgehalten und unterschrieben werden und so Zugangsrechte wie Publikationsrechte abschließend geklärt werden. Im Juni wurden die verschiedenen Ausfertigungen zurückgesendet. Die Fertigstellung der Dissertation wird vorerst im April 2014 fixiert und eine Publikation in den Reihen des Landesamtes zugesichert.

Mai 2010

Erste Spenden:
Schon Anfang Mai ist erfreulicherweise die erste große Spende für das Projekt eingegangen. Da nun ein Teil der Arbeiten finanziert ist kann in den kommenden Wochen mit der Materialarbeit begonnen werden.

April 2010

Förderstiftung Archäologie in Baden-Württemberg:
Durch die nun existente Bedarfskalkulation für die Materialaufnahme war es seit Mitte März möglich sich direkt um Finanzierungsmöglichkeiten dieser denkmalpflegerischen Projektaufgabe zu bemühen. Anhand der Schätzungen am Wieslocher und Güglinger Fundmaterial belief sich der Badraf vorläufig auf mindestens 5.000 €. Da das Projekt nun in den Startlöchern stand und alles von der Finanzierung abhängt richtete sich das Projekteam mit Hilfe von Prof. Dr. Thomas Meier an die Landedenkmalpflege und die am 20. Januar 2010 neu gegründete Förderstiftung Archäologie in Baden-Württemberg. Mit viel Freude konnte kurz darauf vernommen werden, dass die Förderstiftung bereit ist die Materialarbeiten der Dissertation mit in die erste Liste der unterstützden Projekte aufzunehmen. Am 19. April wurden von Herrn PD Dr. Dirk Krausse die ersten Projekte vorgestellt, für die die Stiftung spenden sammeln möchte.

Februar/März 2010

Stichprobenartige Durchsicht des übrigen Fundmaterials:
Mit Hilfe der bislang gesammelten Informationen war es nun das Ziel bis Ende März zu erfassen, wie viel relevantes Fundmaterial in den größeren Ausgrabungskomplexen von Güglingen und Wiesloch vorhanden ist. Hierzu wurden eine statistisch aussagekräftige Anzahl von Fundkartons ausgeliehen, die - nach der Ausgrabungsdokumentation zu urteilen - frühalamannisches und völkerwanderungszeitliches Fundmaterial beinhalten. In knapp 8-tägiger Arbeit konnten ca. 150 Kartons der Grabungen Wiesloch und Güglingen gemeinsam mit bis zu vier helfenden Studenten durchgeschaut werden. Ein großer Erfolg war es, dass nun eine grobe Basis geschaffen werden konnte, welche eine Kalkulation des finanziellen Bedarfs zur Fundaufnahme ermöglicht. Zu erwarten sind mindestens etwa 1500 dokumentierbare Stücke, wobei ca. 50% davon gezeichnet werden müssten.

Erste Durchsicht des Fundmaterials von Gemmrigheim:
Gemeinsam mit zwei Studenten des Instituts für Ur- und Frühgeschichte und Vorderasiatische Archäologie wurde Ende Februar an zwei Tagen begonnen das Material aus Gemmrigheim zu sichten und Skizzen der wichtigsten Funde anzufertigen. Zudem wurde begonnen die Funde systematisch zu fotographieren und für eine geplante Datenbank vorab Informationen zu sammeln. Aufgrund des umfangreichen frühalamannischen Bestandes wurde sich für eine Komplettaufnahme der Befunde aus der Grabung beschlossen. Die Funde sind vielversprechend.

Anfang Februar 2010

Treffen im Landesamt für Denkmalpflege Esslingen:
In Esslingen wurde das Projekt, aufbauend auf die Gespräche in Karlsruhe zwei Monate zuvor, ausführlich vorgestellt. Methodik, Inhalt und Ziele konnten festgehalten und besprochen werden. Im Verlauf des Gesprächs wurde beschlossen den umfangreichen Fundplatz von Gemmrigheim hinzuzuziehen, obwohl er jenseits des Neckars nahe Ludwigsburg liegt. Hierdurch bietet sich ein Vergleich der Funde des Kraichgaus und Oberrheins mit dem Material des mittleren Neckarraumes an. Auch in Esslingen wurde das Projektthema und dessen Inhalte überaus interessiert aufgenommen und erkannt, dass mit dem Projekt eine Lücke in der Forschung geschlossen werden kann. Wichtiger waren Überlegungen zur Finanzierung des Projekts. Das Landesamt für Denkmalpflege konnte leider keine umfangreiche finanzielle Unterstützung anbieten, doch stellt die Möglichkeit einige naturwissenschaftliche Untersuchungen in der hauseigenen Restaurierungswerkstatt zu machen, sowie alle Materialkosten bei der Bearbeitung der Ortsakten zu tragen. In diesem Zusammenhang konnte eine Vereinbarung mit dem Denkmalamt vorbereitet werden, in der der Rahmen, die Inhalte, sowie Rechte und Verpflichtungen festgehalten werden.

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2012




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Anfang Dezember 2009

Treffen mit den Kollegen der Bodendenkmalpflege in Karlsruhe:
Während dieses Treffens konnte das Projekt nun mit Fundorten und Umfang vorgestellt werden und stieß auf reges Interesse, da das Bearbeitungsgebiet nach dem Publikationsstand bislang als fundleer galt. Es gab ausreichend Möglichkeit den Inhalt zu diskutieren und weitere Fundplätze im Regierungsbezirk Karlsruhe zu besprechen. Auch das Thema Neckarmündungsgebiet wurde angesprochen, allerdings ergibt sich durch das Hinzuziehen dieser Siedlungskammer eine Fülle an Material, welche die Bearbeitung innerhalb einer Dissertation sicher sprengt. Zusätzlich wurde beschlossen, sich im Projekt primär auf die Siedlungsfunde zu konzentrieren und die zumeist schon umfangreich publizierten Grabfunde vorerst ruhen zu lassen.

Bis November 2009

Zusammenstellung von Fundorten im Bearbeitungsgebiet:
Seit August 2009 ist es das Ziel wichtige Fundorte aus der existenten Literatur und anhand von Vorberichten zusammenzustellen, um den Umfang der Arbeiten abzuschätzen. Bis Mitte November konnte eine Fundplatzliste ausgearbeitet werden, welche über 15 tatsächliche und ein dutzend potenzielle frühalamannsiche Fundplätze zwischen Rhein, Neckar und Enz erfasst. Bislang zwar außerhalb der Liste erfasst, aber noch nicht diskutiert sind Fundplätze im Neckarmündungsgebiet jenseits von Neckar und Rhein. Diese Liste ermöglicht gezielte Arbeiten an Ortsakten und Bestellungen im Zentralen Fundarchiv des Archäologichen Landesmuseums Baden-Württemberg.

Anfang August 2009

Betreuung:
Herr Prof. Dr. Thomas Meier, Institut für Ur- und Frühgeschichte und Vorderasiatische Archäologie der Universität Heidelberg zeigt bei einem ersten Treffen großes Interesse an der Thematik. Mit Freude konnte ich vernehmen, dass er bereit ist das Projekt im Rahmen einer Dissertation zu betreuen. Auf eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit...

Erste Gedanken und Umrisse zum Projekt:
Erste Umrisse des Projektes sind bis zum August 2009 ausgearbeitet. Die Ausweitung des Magisterarbeitsthemas zur frühalamannischen Besiedlung von Oberderdingen-Flehingen (Kr. Karlsruhe) auf einen regionalen Raum zwischen Rhein, Neckar und Enz stellt die Grundlage für die Dissertation dar. Ein erstes Logo für das Projekt wird ausgearbeitet.

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Likteratur Ziele Sven Jäger Arbeitsfeld Archäologie Alamannen Forschungsstand Mythos